Kontextverfall
Kontextverfall ist die Verschlechterung der Antworten eines Modells, während sein Kontext wächst, durch Verdünnung des Relevanten, Widersprüche zwischen Altem und Neuem und angesammelte Sackgassen.
Er ist der Grund, weshalb eine lange Sitzung schlechter statt besser informiert wird. Alles, was je im Fenster stand, steht noch darin: der aufgegebene Ansatz, der behobene Fehler, die inzwischen geänderte Datei.
Verdünnung ist der messbare Teil. Die Trefferquote beim Auffinden einer bestimmten Tatsache in einem langen Kontext sinkt, je mehr unbeteiligtes Material dazukommt, und Material in der Mitte eines langen Fensters wird am unzuverlässigsten wiedergefunden.
Das praktische Gegenmittel ist unspektakulär und wirksam: die Sitzung beenden, wenn die Aufgabe endet. Nichts stellt ein Fenster so vollständig wieder her wie ein neues.